. ich fühlte mich wie ein kleiner Junge, der den gesamten Inhalt eines Kaugummiautomaten gewonnen hatte. Was für ein Sahnestück! Diese Skulptur aus amerikanischem Stahl ist im ersten Moment "mindblowing". Alfred hatte mir einiges zum Wagen gesagt, aber Alfred möge mir Verzeihen, so richtig bei der Sache war ich nicht. Ja, ich habe den Wagen " gestreichelt". Alfred zeigte mir den durchaus großen Kofferraum mit den typischen Merkmalen der C-S. Überall dicker herrlicher Teppich. Der Kofferraum ist sicherlich bequemer als mein Wohnzimmer. Vielleicht sollte ich umziehen? Endlich ging es los. Der Schüssel wurde gesteckt und der Wagen teilte uns mit seinem Summen mit, das er für einen keinen "Törn" bereit ist. Kaum war der Schlüssel gedreht, erwachte das 6,6l Herz leise brabbelnd zum Leben. Was für ein Motor - soo schön leise! Mein Polo (1,3l) ist lauter. Ich nahm nach Aufforderung auf dem Beifahrersitz platz und war erstaunt wie straff dieser Sitz ist. Auf einem US-Car Treffen letztes Jahr durfte ich in einem Towncar hinten sitzen. Ich fand mich ziemlich schnell auf dem Boden wieder- so weich waren die Ledersitze. Nicht so beim Alfred. Die Sitze sind, wie der Rest des Wagens auch, top! Nach verlassen der Garage ging es zur Wirtschaft. Dort wurde beim Vorbeifahren kurz die Lage gepeilt um anschließend die nähere Umgebung zu erkunden. Wir fuhren über Landstraßen durch eins zwei kleinere Dörfer. Zwischendurch wurde mir bewiesen, das 6,6l durchaus in der Lage sind ein solches Monster standesgemäß auf 60 mph zu beschleunigen. Ich war echt beeindruckt! Respekt! Und das schönste, das passiert alles so unaufgeregt. Der Wagen beschleunigte nach Motto: "Wenns weiter nichts ist." Ich würde mich nicht mal wundern wenn der Wagen gefragt hätte: "Darf's noch etwas mehr sein, Sir?" Während unserer Kreuzfahrt durch die Umgebung Gilchings wurden interessante Gespräche geführt. Der Wagen hielt sich wie ein englischer Butler dezent im Hintergrund. Unebenheiten und Schlaglöcher scheint das Fahrwerk nicht zu kennen - alles wurde weggebügelt. Hier und da war ein leises Rumpeln zu hören und gelegentlich nickte der Bug des Wagen als wolle er uns zu dieser Tour beglückwünschen. Alfred erzählte mir wie er als Student in den Staaten mit dem amerikanischem Spätbarock in Kontakt kam um sich dann Jahre später sich diesen zu erfüllen. Ich bin ehrlich gesagt ein klitzekleines bisschen neidisch
. Wir erreichten wieder die Wirtschaft und ich machte ein paar Fotos. Während ich knipste bekamen wir Besuch. Auch hier hörte man den Unterkiefer auf dem Boden aufschlagen. Wäre ich Alfred, wäre ich vor Stolz wie eine Sylvesterrakete geplatzt! Das tolle ist, ich weiß wie man sich fühlt wenn man auf das eigene Fahrzeug angesprochen wird. Ich habe zwar 'nur' einen 22Jahre alten Polo der es aber sprichwörtlich in sich hat und zwar einen sogenannten "G-Lader". Ein paar scheinen zu wissen das ein Polo G40 mit 113PS bei 830kg was besonderes ist. Und unter uns, noch 4 Mal Tüv und ich habe das H-Kennzeichen(froi). Aber geht ja hier nicht um mich. Nach weiteren Gesprächen und leckerem Schweisbraten hieß es leider wieder den heimischen Hafen ansteuern. Schließlich musste ich von Bord. Wir verabschiedeten und und Alfred fuhr zurück zum Liegeplatz.
Ich steuerte berauscht von den Sinneseindrücken der vergangenen Stunde meine kleine "Nuckelpinne" an und nahm Kurs nach Moosburg.
Ich hoffe ich konnte euch meine Erlebnisse ein wenig darstellen. Und Alfred, falls du das liest, DANKE!!! Ich würde dich gerne mal in meinem Polo mitnehmen aber bis auf den Motor ist der Wagen sehr puristisch
. Meine Frau versucht beim nächsten Mal mitzukommen.Ich/wir freue/n mich/uns auf eine nächste Fahrt. mfg
Henryk (unheilbar an "americanis lincolniosis" erkrankt)







